Was ist inState und wie funktioniert es?
inState ist eine angeleitete Methode, die Menschen dabei unterstützt, tiefe innere Zustände zu erleben — substanzfrei, ohne Atemtechniken, ohne aktive Übungen, ohne Hypnose. Ein ausgebildeter Facilitator schafft einen sorgfältig gestalteten Rahmen aus professioneller Präsenz und gezielt eingesetzter Musik. Was darin entsteht, bestimmt dein Nervensystem selbst. Mehr zur Methode findest du auf der
Methodenseite.
Was sind veränderte Bewusstseinszustände?
Veränderte Bewusstseinszustände sind natürliche Zustände, in denen das normale Gedankenmuster zurücktritt und tiefere Schichten der Wahrnehmung zugänglich werden. Du bist nicht bewusstlos, nicht hypnotisiert und nicht unter dem Einfluss von Substanzen — du bist weiterhin bei Bewusstsein. Vergleichbar ist es mit dem Zustand kurz vor dem Einschlafen oder tiefer Meditation — nur intensiver und begleitet.
Wie unterscheidet sich inState von Meditation, Breathwork oder anderen Methoden?
Meditation erfordert Übung und aktives Tun. Breathwork nutzt gezielte Atemtechniken, die physiologisch starke Wirkung haben können. inState braucht weder das eine noch das andere. Du liegst, Augen geschlossen, und folgst keiner Anweisung. Die Musik und die Präsenz des Facilitators schaffen den Rahmen, dein Nervensystem übernimmt den Rest. Keine Vorkenntnisse, keine Überzeugungen erforderlich.
Kann ich kontrollieren, was in der Session passiert?
Du verlierst zu keinem Zeitpunkt die Kontrolle. Du kannst jederzeit aus dem Zustand heraustreten. Was in dir aufsteigt, kommt aus dir, nicht von außen. Der Facilitator lenkt nicht, sondern hält den Rahmen.
Was passiert konkret in einer Session?
Du liegst entspannt auf einer Matte, Augen geschlossen. Spezifisch ausgewählte Musik begleitet den Prozess, der Facilitator ist durchgehend präsent. Je nach Zustand können Stille, innere Bilder, Körpersensationen, emotionale Entladung oder tiefe Entspannung auftreten — eine Kombination davon oder sogar gar nichts. Keine dieser Erfahrungen ist Voraussetzung für die Wirkung. Mehr dazu auf der
Session-Seite.
Was, wenn bei mir nichts passiert?
Das ist vollkommen normal und bedeutet nicht, dass die Session wirkungslos war. Viele Menschen bemerken Veränderungen erst in den Tagen danach: tieferer Schlaf, mehr Ruhe, veränderte Reaktionen. Das Nervensystem verarbeitet auch dann, wenn äußerlich wenig sichtbar ist.
Wie bereite ich mich auf eine Session vor?
Komm ohne Erwartungen und nüchtern (keine schweren Mahlzeiten bis zu 3 h vorher). Bitte konsumiere etwa 24 h vorher keine Drogen oder Alkohol. Trage bequeme Kleidung. Plane keine anspruchsvollen Termine direkt im Anschluss — die erste Zeit nach einer Session braucht Raum. Mit der inState App hast du bereits ein Integrations-Tool an der Hand. Weitere Hinweise bekommst du vor deiner Session.
Was passiert nach der Session?
Die ersten 72 Stunden nach einer Session sind neuroplastisch besonders aktiv. Ein schriftlicher Integrationsleitfaden begleitet dich durch diesen Zeitraum — du erhältst ihn nach jeder Session. Ein Nachgespräch zur Einordnung ist nach Bedarf und auf Wunsch möglich.
Für wen ist inState geeignet?
inState richtet sich an Menschen, die neugierig, offen und grundlegend stabil sind. Du musst keine Vorerfahrung mitbringen — weder mit Meditation noch mit Bewusstseinsarbeit. Menschen, die etwas verarbeiten möchten, ihre Resilienz stärken und Leistung steigern wollen oder einfach tiefer in sich hineinhorchen möchten und sich nach Klarheit sehnen, sind hier richtig.
Für wen ist inState nicht geeignet?
inState ist nicht geeignet für Menschen mit schwerwiegenden psychischen Erkrankungen — insbesondere Schizophrenie, aktiver bipolarer Störung, Wahnvorstellungen oder Epilepsie. Auch für Hochschwangere ist die Methode derzeit nicht empfohlen. Bei Unsicherheit empfehlen wir das Gespräch mit einer Fachperson vor der Session. inState ersetzt keine psychotherapeutische oder medizinische Behandlung.
Ist inState sicher?
Ja — wenn der Rahmen professionell gehalten wird. inState wird ausschließlich von ausgebildeten Facilitatoren geleitet. Es werden keine Substanzen eingesetzt, keine Suggestionstechniken und keine körperliche Führung ohne Einverständnis. Ein klares ethisches Rahmenwerk ist Grundlage der Methode.
Was ist, wenn ich eine Vorgeschichte mit Trauma habe?
inState arbeitet mit natürlichen Regulationsprozessen des Nervensystems und ist grundsätzlich traumasensibel konzipiert. Bei einer bekannten schweren Traumageschichte empfehlen wir vorab das Gespräch oder den Austausch mit einer Fachperson, um gemeinsam einzuschätzen, ob und wie eine Session sinnvoll ist.
Wie evidenzbasiert ist inState?
inState stützt sich auf etablierte Forschungsfelder — Polyvagal-Theorie, Neuroplastizität, Bewusstseinsforschung und Traumatherapie. Die Methode selbst befindet sich in der wissenschaftlichen Erschließung. Erste physiologische Begleitdaten wurden erhoben, eine formale Studie ist in Planung. Wir kommunizieren transparent, was belegt ist — und was noch nicht.
Kann ich an der Forschung teilnehmen?
Ja. Auf der
Forschungsseite findest du die Möglichkeit, dich für laufende Begleitbeobachtungen zu registrieren oder als Forschende:r Kontakt aufzunehmen.
Kann ich selbst inState Facilitator werden?
Ja, die nächste inState-Ausbildung ist geplant. Um mehr zu erfahren, komm bitte direkt auf uns zu.
Wie läuft die Ausbildung ab?
Die inState Ausbildung beginnt mit einer 1-wöchigen Vollzeit-Präsenzphase. Anschließend folgt eine 10-monatige Online-Begleitung mit zwei wöchentlichen Calls (je 2–3 Stunden). Die Ausbildung schließt mit einer Abschlussprüfung ab. Das Training verbindet theoretischen Input mit intensiver Selbsterfahrung. Dabei werden psychologische, neurologische und weiterführende fachliche Inhalte vermittelt.
Ein zentraler Bestandteil der Ausbildung ist die Entwicklung einer inneren Haltung als Facilitator. Ziel ist es, die Fähigkeit zu stärken, Bewusstseinsprozesse professionell zu begleiten und dabei einen sicheren, klaren und stabilen Rahmen für Teilnehmende zu schaffen.